Babboe Curve Lastenrad im Test – Teil 1 – Die Übernahme

Wir testen ein Lastenrad – Ein Mann und sein Dreirad 😉

Hallo zusammen,

wir liebäugeln ja schon lange mit einem Lastenrad, aber so richtig bis zur Kaufentscheidung ist es nie gekommen. Oft haben wir überlegt, ob es für eine Großstadt überhaupt praktisch ist. Essen ist jetzt auch nicht unbedingt flach und wir hätten auf jeden Fall ein E-Bike nehmen müssen. Das Teil hätte aber auch gleich ein riesen Loch in die Haushaltskasse gefressen. Zudem ist hier immer die Frage wo man so ein großes Rad sicher abstellen kann, nachdem unsere anderen Fahrräder ja schon unfreiwillig einen neuen Besitzer gefunden haben. Und wie häufig würden wie es überhaupt nutzen? Bei Regen und Schnee fahre ich bestimmt keine 12 km zur Kita hin und zurück, durch den dicksten innerstädtischen Berufsverkehr.

Also war es bisher immer in witziges Hirngespinst, bis wir nun gesehen haben, dass einer der Radverleiher auf Norderney ein Babboe Curve im Angebot hat. Das wäre natürlich die Möglichkeit so ein Rad erst einmal zu testen. Dabei auch zu sehen wie die beiden Mädels drauf reagieren und ob es sich als alltagstauglich erweist.

Also haben wir schnell Kontakt mit Rad Toni & Peter auf Norderney aufgenommen und tatsächlich, für die ersten 14 Tage unseres Urlaubs stand noch das Babboe Curve zur Verfügung. Leider keine E-Bike Version, aber auf der Insel wäre das wohl auch übertrieben. Also direkt reserviert und Papa ist die letzten Wochen abends immer fein auf den Heimtrainer, damit die Beine auch schon mal genug Power haben.

Nachdem wir uns samstags dann in der Ferienwohnung eingerichtet hatten, konnten wir das Rad am Sonntag bei Rad Toni in der Adolfsreihe 6 auf Norderney abholen. Wundert euch nicht, Rad Peter & Toni sind zwei Läden, einer hauptsächlich für den Verleih, unser Babboe stand am „Showroom“.

Der Laden / Das Team von Rad Peter & Toni

Wir kannten den Service von Rad Toni & Peter bereits aus dem Vorjahr und waren schon damals sehr begeistert. Von der ersten Kommunikation per Mail, über die persönlichen Absprachen per Telefon, bis jetzt zur Übernahme im Laden, alle Mitarbeiter waren super freundlich und hilfsbereit. Da wir das Rad leider nicht für den kompletten Urlaubszeitraum mieten konnten, wurde uns aber zugesagt, dass man sich bei einer Stornierung oder auch Neuanschaffung melden würde und wir weiterhin mit den Mädels mobil bleiben. Wir konnten auch gleich ein Electra Townie für meine Frau ausleihen und waren damit komplett ausgerüstet. Für 14 Tage Babboe und 20 Tage Electra haben wir 200€ bezahlt, was bei so hochwertigen Rädern echt nicht zu viel verlangt ist.

Aber nun das Wichtigste !

Das Rad – Babboe Curve

Hier erst einmal eine kurze Einführung zu Thema „Babboe Lastenrad“. Die Firma Babboe kommt aus Holland und baut seit 2006 Lastenräder, dort haben sich Eltern Gedanken zum Transport ihrer Kinder gemacht und dabei sind bezahlbare Lastenräder in toller Qualität heraus gekommen. Inzwischen gibt es die verschiedensten Versionen, auch mit Elektroantrieb und vieles an nützlichem Zubehör.

Das Babboe Curve ist die Weiterentwickung des Babboe Big, welches sozusagen die Urversion darstellt. Diese wurde über die Jahre verbessert und mit zusätzlichen Features ausgestattet. Rein technisch handelt es sich um ein Dreirad, zwischen den vorderen beiden Rädern sitzt die Transportbox, in der problemlos 4 Kinder bis insgesamt 100kg Platz haben. Der ganze Vorderbau ist über eine Drehachse mit dem Fahrradteil verbunden und lenkbar.

Unser Babboe Curve war sehr gepflegt und hatte alles, was man sich so an Zubehör wünschen konnte. Für Wind und Wetter gab es ein Regendach und Sitzpolster für die Bänke. Da vorher klar war, dass wir für die Kleine noch den Kleinkindersitz benötigen, haben wir uns diesen privat gekauft. Dieser ist laut Babboe für Kinder von 8-18 Monaten vorgesehen, darin sitzen sie noch etwas sicherer. An die Größe des Rades muss man sich etwas gewöhnen, auch das lenken erfordert etwas Übung, aber ansonsten ist das Rad ziemlich narrensicher. Dazu trägt natürlich auch bei, dass es sich halt um ein 3-Rad handelt. Im Stand umkippen ist also nahezu unmöglich, was eine Fahrt mit 2 Kindern und Gepäck schon deutlich stressfreier macht. Zudem sitzen die Kinder vor einem und man hat das Wusselrudel jederzeit im Blick.

Auf den ersten Metern muss man sich etwas an die etwas andere Kurventechnik gewöhnen und „großzügiger“ abbiegen, aber ansonsten hat man den Dreh schnell raus. Trotz des Gewichts fährt sich das Rad sehr leichtgängig und mit der 7-Gang Schaltung nimmt man jede Strecke problemlos. Wir haben auch gleich die erste Tour absolviert und sind bis zur Weißen Düne gefahren. Die Kinder waren zufrieden, Papa wurde während der Fahrt mit Essen versorgt und konnte seine beiden Mädels und das ganze Gepäck ohne große Anstrengung über die Insel kutschieren. Und mittags sind wir dann noch eine weiter Tour Richtung Hafen gefahren. Ein paar erste Impressionen seht ihr in der kleinen Galerie.

Ich werde jetzt meine Eindrücke und Fahrerfahrungen sammeln und in den nächsten Tagen einen ausführlichen Fahrbericht schreiben. Also bleibt dran und vielleicht kann ich euch ja auch für ein Lastenrad begeistern.

Testteil 2 –> hier lang
Testteil 3 –> hier lang

Dann jetzt mal wieder eine gute Nacht und bis Morgen !

Dirk

 


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