Babboe Curve Lastenrad im Test – Teil 2 – Erste Fahrberichte

Wir und das Babboe Curve – erste Fahrberichte

Eine Einführung zum Thema Lastenrad gab es ja schon in Teil 1 des Test, hier folgen also jetzt die ersten Eindrücke und Fahrberichte.

Wir sind bisher jeden Tag auf Norderney unterwegs gewesen und hier ist das Rad einfach die beste Transportlösung. Im letzten Jahr waren wir noch mit Kindersitz und Anhänger auf Tour, jetzt möchten wir das Babboe aber nicht mehr missen. Wir haben die Kinder im Blick, kein ängstlicher Umsehen nach hinten, ob der Anhänger noch dran ist. Die beiden Mädels fühlen sich pudelwohl, sitzen wie die Prinzessinnen auf ihrem Thron und genießen jede Tour. Wir haben Platz für die Wickeltasche, Verpflegung und Einkäufe, keiner muss sich Taschen an den Lenker hängen. Man kann mit den Kindern sprechen, sich mal von der Großen ein bisschen Verpflegung reichen lassen und ist wirklich als Familie unterwegs. So ein Lastenänhänger ist da im Vergleich doch schon ziemlich unkommunikativ.

Wie fährt es sich denn nun ?

Das Rad lässt sich, nach ein bisschen Eingewöhnung, wirklich problemlos fahren. Bei Kurven muss man etwas umdenken und auch langsamer fahren, Schräglage ist mit dem Dreirad halt nicht drin. Trotz des Gewichtes, das Babboe Curve wiegt gute 60kg, inklusive der beiden Mädels und Gepäck kommen wir da locker auf insgesamt 90kg, lässt es sich ganz geschmeidig bewegen. Die 7-Gang Schaltung arbeitet ordentlich und man kommt zügig vom Fleck. Hier haben wir auf Norderney aber auch den Flachlandvorteil, für den Stadtbetrieb wäre eine Unterstützung durch einen Elektromotor schon sinnvoll und angebracht.

So zwischenzeitlich hätte ich an windigen Tagen auch hier gerne ein wenig Unterstützung gehabt. Man kommt bei Gegenwind zwar auch ohne Motor voran, aber sich im zweiten Gang die Beine schwabbelig zu treten muss ja nicht sein. Die Mehrausgaben für das Babboe Curve-E oder sogar das Babboe Curve Mountain würden sich also schon rechnen.

Wie sieht es mit dem Handling aus ?

Es ist auf Norderney noch recht ruhig, die Hauptferienzeit hat noch nicht begonnen, wir haben also auch in der Innenstadt kein Stellplatzproblem. Am Ferienhaus ist auch genug Platz, so dass wir mit der Größe des Rades keine Probleme haben. Zuhause müsste aber auf jeden Fall ein Garagenstellplatz her. Das alleine wegen der Sicherheit, man möchte sein teures Rad ja gerne ein wenig behalten. Trotz der Größe ist das Rad sehr wendig, wenn man absteigt kann man es komplett auf der Stelle drehen. Nur im Fahrbetrieb hab ich mir schon 1-2 mal einen Rückwärtsgang gewünscht. Auf den schmalen Radwegen kann es bei Gegenverkehr mal etwas eng werden, aber ansonsten macht auch die Breite keine Probleme.

Der Ein- und Ausstieg ist für die Große auch kein Problem, über den Rädern sind stabile Trittbretter angebracht, es tritt also auch niemand auf die Schutzbleche. Die Gurte sind bei unserer Variante auch noch mit einem Sicherheitsverschluss ausgestattet, es kann sich also auch niemand während der Fahrt mal eben aus dem Rad verabschieden.

Was bietet das Rad an Ausstattung ?

Unser Babboe war direkt mit Sitzpolstern ausgestattet, das sieht nicht nur etwas netter aus, sondern ist für die Kinder auch viel komfortabler. Gleiches gilt für das Regen- bzw. Sonnenverdeckt, welches man eigentlich gleich mit bestellen sollte.  Die letzten Tage hatten wir doch ein wenig Regen und auch mal ordentlich Wind auf der Insel, unter dem Verdeck waren die beiden Mädels aber vor jeder Witterung geschützt. Auch über Nacht und bei größeren Regengüssen ist kein Tropfen durch gekommen, alle Mitfahrer und alles was man so eingepackt hat bleibt also auf jeden Fall trocken. Wenn es jetzt noch was vergleichbares für den Papa gäbe 😉

Gibt es Wünsche, was hätten wir gerne anders gelöst ?

Wir mussten beim Kleinkindersitz ein wenig tricksen, da für die Befestigung eigentlich ein Loch in den Transportkasten gebohrt werden muss. Das wollte der Verleiher natürlich nicht. Außerdem ist die Gurtlösung leider etwas fummelig, da die Schultergurte vorne verbunden sind und über den Kopf gezogen werden müssen. Hier hat Babboe aber schon nachgebessert, alle neu ausgelieferten Räder sind mit geteilten Schultergurten ausgerüstet. Da kann der Helm beim An- und Abschnallen auch auf dem Kopf bleiben.

Bisheriges Zwischenfazit ?

Wir sind froh, dass wir das Rad ergattern konnten! Ich weiß auch noch nicht, welche Lösung wir für die letzten 6 Urlaubstage dann finden werden. Für zuhause spielen wir den Gedanken einer Anschaffung für den Stadtbetrieb auch schon im Kopf durch, mal sehen was da so passiert.

Testteil 1 –> hier lang
Testteil 3 –> hier lang

Das war es nun erst einmal, wir sammeln aber weiter und werden auch am Ende des Urlaubs mit einem Abschlussbericht beglücken.

Liebe Grüße

Dirk

 


2 Comments

  • Max

    31. August 2017

    Hallo,
    der Beitrag beruhigt mich ein wenig. Wir planen uns im Urlaub auch so ein Gefährt auszuleihen, aber ich habe bisher immer stark gezweifelt, ob das Handling wirklich gut ist. Irgendwie ist es total ungewohnt und wirkt auf mich unsicher.
    Aber scheinbar sind die größten Sorgen unbegründet. Ich denke wir werden es mal ausprobieren! Fazit folgt…

    LG
    Max

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    • Dirk

      31. August 2017

      Hey Max, mach dir echt keine Sorgen. Nach 5 Minuten hast du es raus u es ist tausend mal angenehmer als ein Anhänger.
      Würde mich über ein Feedback freuen.
      LG Dirk

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