Babboe Curve Lastenrad im Test – Teil 3 – DAS FAZIT

14 Tage Babboe Curve, unsere Erlebnisse, unser Fazit

Hallo zusammen und Willkommen zum abschließenden Teil des Babboe Curve Lastenradtests.

Wir waren jetzt 14 Tage auf Norderney unterwegs, sind bei Sonne, Wind und Regen gefahren und haben das Rad auf Herz und Nieren geprüft. Wir sind so froh, dass wir diese Transportmöglichkeit gefunden haben und sind uns jetzt noch sicherer, dass ein Babboe zuhause die Alternative zum zweiten Auto sein kann.

Da liegt bei unserer Entscheidung nämlich auch der Hund begraben. Ab September geht meine Frau wieder arbeiten und da die Kita der beiden Mädels in unmittelbarer Nähe zu ihrer Arbeitsstelle liegt, wird sie den Großteil der Woche mit dem Auto unterwegs sein. Ich arbeite ja im Schichtdienst und wäre dann manchmal „Autolos“, was erstmal kein großes Problem ist, aber so kann ich die Mädels halt nach einem Nachtdienst auch nicht mal eben früher abholen.

Haben viel überlegt und auch kalkuliert und wenn man die 3500€ für ein Babboe Curve Mountain, was es wegen der Antriebsleistung auf jeden Fall werden soll, gegen die Anschaffungskosten eines zweiten Pkws in Vergleich setzt, dann gewinnt das Lastenrad. Es entfallen halt auch alle Kosten für Sprit, Steuern, Versicherung etc,. Und man ist mit den beiden Kiddies entspannt unterwegs und alle haben Spaß daran.

 

Jetzt aber erst einmal zu den technischen Details

Diese kommen von der Babboe Seite, da findet man auch die Unterschiede zu den anderen Rädern. Im Anschluss findet ihr noch Detailbilder der einzelnen Komponenten. Wir haben uns im Verleih für die 3-Rad Variante entschieden, da es uns einfach standsicherer war. Babboe bietet aber auch verschieden andere Bauweisen an, es findet also jeder sein Lieblingsrad.

Maße:217 cm * 88 cm * 110 cm
Gangschaltung:7-Gang Schaltung von Shimano Nexus
Bremse:Shimano Rollerbrake hinten und vorne
Rahmen:Extra stabiler Rahmen mit stoßfester Pulverlackierung
Rahmengröße:50
Beleuchtung:LED (2x) Vorder- und Hinterleuchte
Felge:Doppelwändige Hinterfelge
Speichen:Extra stabile Speichen
Reifengröße:26 Zoll Hinterrad – 20 Zoll Vorderrad
Schloss:Abus Ringschloss
Ladekpazität:bis zu 100 kg
Belastung Gepäckträger:bis 25 kg (nur für Kindersitz)
Einstiegsmöglichkeiten für Kinder:Ja
Material des Kastens:Europäisches (deutsches) Buchenholz, in gebogener Form gepresst für extra Stabilität und mit abgerundeten Ecken für die Sicherheit (keine scharfen Kanten). Der Kasten trägt das europäische PEFC-Siegel als Zeichen nachhaltiger Waldbewirtschaftung
Stoßdämpfer:Versehen mit hochwertigen gasgefederten Stoßdämpfern
für optimalen Fahrkomfort und optimale Sicherheit
Weitere Spezifikationen:Kippstopper
Zwei Bänke (ausklappbar) für 4 Kinder
4 Dreipunktgurte
Standardmäßige Vorbereitung für die Montage eines Regendachs

Die Varianten Curve, Curve-E und Curve Mountain unterscheiden sich durch die Antriebe und daher sind bei den Elektroversionen auch die Bremsen entsprechend stärker. Das Curve Mountain, als stärkste Version, hat dazu noch eine integrierte Beleuchtung und eine stufenlose Schaltung.

Zum Glück habe ich auf Norderney noch ein Curve Mountain gefunden, der Vermietservice Krebs nutzt das Rad als „Dienstwagen“ und ich durfte es mir für eine Testrunde ausleihen. Der Unterschied ist schon erheblich, die Tretunterstützung möchte man wirklich nicht mehr missen.

Die folgende Galerie zeigt einmal Detailaufnahmen des Rades, der hier gezeigte Anschnallgurt wurde inzwischen durch Babboe überarbeitet. Man muss die verbundenen Schultergurte also nicht mehr über den Kopf ziehen. Jetzt werden die einzelnen Gurte vorne in die Schnalle eingesteckt, das macht das Anschnallen um einiges komfortabler.

Was brauche ich an Zubehör ?

Für den Komfort der Kinder sind die Sitzpolster Pflicht und sie machen natürlich optisch auch was her. Gepolstert gibt es auch Einzelsitze, wenn man z.B. noch den Kleinkindersitz oder die Babyschale auf einer Bank unterbringen möchte. Das Regenverdeck würde ich auch jedem empfehlen, es schützt bei jedem Wetter und hält wirklich bei jedem Regenguss dicht. Wenn man bei schönem Wetter beide Seiten öffnet, dann gibt es auch keinen Wärmestau und die Kinder sind noch etwas vor der Sonne geschützt. Spätestens für den Stadtverkehr, gerade wenn man auch mal auf Hauptstraßen unterwegs ist, würde ich die Kinder nicht ohne den Schutz durch das Verdeck fahren lassen. So landet kein Steinchen im Gesicht, oder man kann sie etwas vom Lärm abschotten.

Auch wenn das Babboe schon mit einem Ringschloss von Abus ausgerüstet ist, investiert auf jeden Fall in ein ordentlichen Schloss. Beim ADFC gibt es dazu eine Liste, fragt aber im Zweifel auch bei eurem Versicherer nach und lasst das Rad entweder in die Hausratversicherung aufnehmen, oder schließt eine entsprechende Einzelversicherung ab.

Ansonsten bietet Babboe noch eine Menge an weiterem Zubehör an, ihr könnt euch also wirklich austoben, man hat an alles gedacht.

Wartung, oder was wenn es kaputt ist ?

Babboe hat in Deutschland ein enges Händlernetzwerk, also auch wenn ihr das Rad direkt bei Babboe gekauft habt, die Fachhändler sind bei Reparaturen der beste Ansprechpartner. Da man das Rad ja auch nicht mal eben in den Kofferraum packen kann, ist dieser persönliche Ansprechpartner sehr wichtig und da leistet Babboe eine tolle Arbeit. Ansonsten gibt es alle Ersatzteile auch direkt im Shop, für den versierten Bastler halt auch eine Alternative. Vorher sollte man aber einmal in die Garantiebedingungen gucken und im Zweifel den Babboe Service kontaktieren. Bei den Händlern gibt es auch regelmäßig Testtage, ihr könnt euch also über alle Möglichkeiten informieren und auch Probe fahren.

Fahreindrücke / Handling

Wie schon in Testteil 2 beschrieben, lässt sich das Rad ohne große Eingewöhnung fahren. Auf die neue Kurventechnik hat man sich schnell eingestellt, man muss halt immer im Kopf behalten, dass Schräglage nicht möglich ist. Gerade wenn man sich für eine elektrische Version entscheidet, sollte man hier doch etwas üben. Bei zu schnell gefahrenen Kurven kann es nämlich sonst passieren, dass das kurvenäußere Rad abhebt. Auch wenn Kippstopper verbaut sind, mit Kindern im Kasten würde ich es nicht auf einen Kippversuch anlegen.

Trotz teils holpriger Straßen war der Fahrkomfort super, die Federung des Kastens fängt die Stöße gut ab und die Kinder werden nicht zu wild durchgeschaukelt. Der Fahrer sitzt in einer guten Position, man hat einen perfekten Überblick über das Rad und jederzeit gute Kontrolle. Für große Personen könnte der Lenker eventuell breiter sein, die Armhaltung wäre dann noch entspannter.

Auch wenn man das Rangieren üben muss, man kann das Rad fast auf der Stelle wenden, allerdings muss man dazu absteigen. Für Ausparkversuche wäre ein Rückwärtsgang toll 😉 so muss man halt mal kurz absteigen und schieben.

Der Einstieg der Kinder klappt über die Trittstufen problemlos und sicher. Das Verdeck stört dabei kaum, bei Hilfestellungen muss man sich halt etwas klein machen. Im Kasten ist genug Platz für bis zu vier Kinder bis zu einer maximalen Zuladung von 100kg. Das muss man ja erst einmal zusammen bekommen 😉

 

Fazit

Die ganze Familie ist begeistert vom Babboe Curve und wenn es nach den Kindern gehen würde, hätten wir schon unser eigenes gekauft.

Das Lastenrad ist auf jeden Fall eine Alternative zum Auto, in der Großstadt auf jeden Fall DIE Alternative zum Zweitwagen. Wenn man auch bei Wind und Wetter aufs Rad steigt, dann spricht nichts gegen eine Anschaffung. Man ist unglaublich flexibel, hat trotzdem Platz für die alltäglichen Dinge und hat auch kaum Stellplatzprobleme. Gerade für die Kurzstecken, bei denen man ja eigentlich aufs Auto verzichten sollte, es aber mit zwei Kindern unterm Arm oft nicht kann, ist das Lastenrad die umweltfreundliche Alternative.

Wir warten jetzt noch, ob wir einen passenden Garagenstellplatz bekommen und füllen das Sparschwein. Dann wird die Anschaffung eines Lastenrads wohl spätestens im nächsten Frühjahr auf dem Plan stehen.

Wenn ihr es testen wollt, sucht euch einen Babboe Fachhändler in eurer Nähe, fragt nett nach einer Probefahrt und überzeugt euch selber von den Vorteilen.

Testteil 1 –> hier lang
Testteil 2 –> hier lang

Liebe Grüße und allzeit sichere Fahrt

Dirk

(Der Test steht in keiner direkten Verbindung zu Babboe und wurde nicht finanziert. Wir haben das Rad auf Norderney ausgeliehen, waren aber einfach so begeistert, dass wir es niederschreiben mussten.)


6 Comments

  • Dirk

    8. November 2017

    Hallo Amy,
    Also ohne Motor ging es schon, aber für den Komfort würde ich nur noch auf die Variante mit Motor setzen. Hoffe ich konnte dir helfen.
    Liebe Grüße

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    • Amy

      9. November 2017

      Danke dir! Die Sache ist, ich möchte nicht so viel Geld ausgeben, die 2.000 sind mir auch viel… ich brauche das Rad hauptsächlich für die Kita runde (ca 2,2 km, flach wie gesagt), manchmal dann in die Stadt etwas weiter, oder zum besseren Spielplatz, auch so in etwa 3 km. Klar ist Elektro komfortabel aber die Frage ist ob das ohne geht. Ich bin nicht unfit, aber kein Sportler… ich habe mir Angst ich kaufe es, und stelle fest ich bin halb ohnmächtig beim ankommen…

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      • Dirk

        9. November 2017

        Hallo Amy,
        Also wir sind auf Norderney ja auch ohne Antrieb gefahren und es ging problemlos! Die Strecken dürften sich ähneln und man muss ja auch kein Rennen gewinnen. Hier in der Stadt wäre es für uns nichts, da wir im Straßenverkehr zu langsam wären.
        Für deine Ansprüche reicht es ohne E-Antrieb aber vollkommen aus. Guck doch mal bei Babboe auf der Seite, ob es irgendwo in eurer Nähe einen Händler gibt. Da kannst du bestimmt Probe fahren.

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        • Amy

          9. November 2017

          Danke das mache ich! (Und wir haben sehr viele Radwege hier, da mache ich mir wegen Geschwindigkeit keine Sorgen)

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          • Dirk

            9. November 2017

            Sonst schreib mir doch auf FB mal eine PN. Können ggf mal kurz telefonieren, da sind alle Fragen leichter zu klären.

  • Amy

    8. November 2017

    Meinst du, das geht ohne Motor? Also die normale Curve Version? Es ist ziemlich flach bei uns, mir macht das Gewicht des Rads schon etwas Sorge…

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